20.05.2015
Ins Bein geschossen
Der ruppige Umgang der Amsterdamer Polizei mit Flüchtlingen stellt das hehre Stadtmotto in Frage
Von Gerrit Hoekman
Es war zugig, es gab kein warmes Wasser und im Winter war es unbeheizt. Aber für gut 120 Flüchtlinge aus Somalia, Jemen, Kongo und Eritrea war das heruntergekommene Parkhaus Kralenbeek in Amsterdam-Zuidoost wie ein Zuhause. Ein Ort, an dem sie den ganzen Tag bleiben konnten und nicht bereits um neun Uhr morgens an die frische Luft gesetzt wurden, wie in den Notasylen der Stadt üblich. In Kralenbeek schliefen sie zwar im Schlafsack auf kühlem Asphalt, aber sie konnte...
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