11.12.2013
Europäische Unkultur
David Van Reybroucks Kongo-Buch ist spannende Geschichtsschreibung, enthält aber naive Fehleinschätzungen
Von Gerd Schumann
Es geht tief unter die Haut, wenn Etienne Nkasi, der von sich sagt, er sei 1882 geboren, aus seiner Kindheit und Jugend erzählt. Aus der Zeit, als der britische Journalist Henry Morton Stanley aus der Große-Seen-Region den Kongofluß hinauf bis zum Atlantik fuhr. Wunderliche Gestalt, »ein Mann, ganz weiß, wie ein Albino, und ganz in Kleider gehüllt«, 24 schwarze Träger begleiten ihn, sein Schiff, die »Lady Alice«, ist zerlegbar. Als er dann vo...
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