09.10.2013
»Ein Vorteil des Buchs ist: keiner liest mit«
Gespräch mit Roland Reuß. Über Digitalisierung und Herrschaft, die demokratische Qualität der Buchkultur und das Versagen linker Politik
Von Interview: Thomas Wagner
F: Warum halten Sie die Erhaltung der Buchkultur, inklusive Buchhandlungen, Verlage und Bibliotheken, auch in Zeiten des Internet für wichtig?
Das hat nichts mit Sentimentalität zu tun, sondern damit, daß ich das Buch für ein nicht kontrollierbares Medium halte. Das ist in der gegenwärtigen politischen Situation ein zentraler Punkt in der Argumentation. Sie kriegen die Buchproduktion nicht so unter Kontrolle, wie das in der Netzproduktion möglich ist. Die ganze Sit...
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