18.03.2010
Mehr als das
Zwischen Heimat und Heimatlosigkeit: Rachida Lamrabet erzählt von dem oft schmerzhaften Versuch, Tradition und Moderne zu versöhnen
Von Christiana Puschak
Frauenland«, so der Titel des preisgekrönten Romans von
Rachida Lamrabet, nennen die marokkanischen Männer den
europäischen Westen in der Annahme, dort hätten die
Frauen das Sagen. Demzufolge ist es für die meisten zwar ein
willkommenes Abenteuer, sich mit erlebnishungrigen
europäischen Touristinnen auf einen intensiven Urlaubsflirt
einzulassen, jedoch werden die Männer als Loser bezeichnet,
die nach Westeuropa auswandern. Besonders jenen wird
Schwäche vo...
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