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10.02.2010

Die Kamera vor der Kamera

Weder Furcht noch Hoffnung: Das zeitgenössische Kino pflegt ein informiert-ambivalentes Verhältnis zu den Technologien der Überwachung

Von Benjamin Moldenhauer
Nichts ist furchterregender als eine laufende Kamera, die dich beobachtet«, erklärte Michael Powell, Regisseur der 1960 entstandenen Skopophilie-Studie »Peeping Tom«. In Powells Film tötet ein in seiner Kindheit durch den observierenden Blick seines Vaters traumatisierter junger Mann seine Opfer mit einer auf ein Kamerastativ montierten Klinge. Die Kamera fungiert buchstäblich als Tötungsinstrument, der Mörder ist, wie schon in Hitchcocks »P...

Artikel-Länge: 8726 Zeichen

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