03.02.2010
Kettenreaktionen der Sinne
Gottlos glücklich sein: Es ist eine gute Zeit für Gedichte, findet Leonhard Lorek. Und veröffentlicht sein erstes offizielles Buch
Von Robert Mießner
Was unterscheidet ein gutes Gedicht von, sagen wir, einem
Beipackzettel oder einer Zeitungsspalte? Die Frage ist nicht
rhetorisch gemeint. Selbst wer von sich behauptet, kein
Gespür, keinen Sinn und schon gar keine Zeit für
Geschriebenes zu haben, muß dennoch irgendwie damit umgehen.
Wir sind von Texten und Bedeutungen umgeben. Die wenigsten davon
brauchen wir wirklich. Ein gutes Gedicht fährt dazwischen, mit
leichter Hand oder, wenn es sein muß, der Faust. Es kann
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