11.06.2008
Der Reiz des anderen
Zwei Bücher über eine zu früh verstorbene unsterbliche Ikone: Romy Schneiders Weg von der Person zur Projektionsfläche
Von Barbara Bongartz
Meine Romy, deine Romy, seine Romy, unsere Romy, deren Romy: überall herumschwirrende Possessivpronomen machen glauben, Romy Schneider wäre ein vor siebzig Jahren gegründetes Unternehmen, das man anteilig besitzen kann. Mit einem Buch über sie, egal welcher Unsinn darin vermeldet wird, erwirbt man Aktien und damit ein Stück Eigentum. So aufgestellt, benennt sie der eine als »Fall«, die andere verkitscht sie in einer »biographischen Hommage« zu einem »strahlenden Ges...
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