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15.02.2006

Grießnockerlsuppe nachts

»Wenn einer eine Reise tut, so kann er nichts erzählen« – Ilse Aichinger, unterwegs an Oberflächen und in die Vergangenheit

Von Von Florian Neuner
Als zu ihrem 80. Geburtstag im November 2001 ein neues Buch von Ilse Aichinger erschien, war das eine veritable Überraschung. Hatte sie doch seit dem schmalen Prosaband »Kleist, Moos, Fasane« von 1987, einem Buch mit Kurzprosa am Rande des Verstummens, geschwiegen. 14 Jahre später dann »Film und Verhängnis«, zum größten Teil aus Kolumnen bestehend, die zuvor in der Wiener Tageszeitung Der Standard unter dem Titel »Journal des Verschwindens« erschienen waren. Von ihr...

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