19.10.2005
Wandernde Galerien
Chiles Kunstszene kämpft gegen die jahrelang von oben verordnete Geschichtsvergessenheit: Andreas Fanizadeh und Eva-Christina Meier dokumentieren aktuelle Entwicklungen
Von Timo Berger
Über Nacht ist eine Galerie aus Holz auf einem öffentlichen Platz in Vitacura aufgebaut worden, einem Oberschichtsviertel in Santiago de Chile. In großen Buchstaben stehen »Reichtum verblödet« und »Armut stumpft ab« auf der Außenwand des Fertighäuschens, das eigentlich als Notunterkunft für Hochwassergeschädigte konzipiert war. Die Arbeit des chilenischen Künstlers Christián Silva wird schnell zum Stein des Anstoßes. Bei ihrer zweiten ...
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