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02.01.2008

Ruhe nach dem Sturm

Das sächsische Mittweida kämpft gegen sein Image als rechte Hochburg. Doch ein mutmaßlicher Neonazi-Übergriff macht viele Bemühungen zunichte

Von Frank Brunner
Von den Plattenbaufassaden an der Lauenhainer Straße bröckelt brauner Putz, zwischen den Häuserschluchten pfeift kalt der Wind. Ein paar Schritte weiter, Ecke Rosa-Luxemburg-Straße, schlagen zwei junge Mädchen in schwarzen Bomberjacken mit aufgenähten Reichskriegsflaggen und Bierflaschen in der Hand die Zeit tot. Es ist früher Nachmittag in einem Neubaugebiet von Mittweida, und wer nach Bestätigung für seine Klischees über Ostdeutschland sucht, wird sie an diesem En...

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