29.10.2007
Ohne Beschönigung
Lisl Urban erzählt in ihren Memoiren mit großer Offenheit – auch von der Ehe mit einem SS-Mann
Von Rudolf Scholz
Sich erinnern zu können, gehört zu den kostbarsten Gaben des Menschen. Nicht jedem ist es freilich gegeben, gerecht und ehrlich Gerichtstag zu halten. Ein bemerkenswertes Beispiel legte Lisl Urban (Jahrgang 1914) mit ihren Lebenserinnerungen unter dem Titel »Ein ganz gewöhnliches Leben« vor. In den im Dingsda-Verlag erschienenen Autobiographie erzählt sie von Kindheit und Jugend in der böhmischen Geburtsstadt Gablonz, von der Zeit zwischen 1933 und 1945, in der viel...
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