27.09.2007
Sündenbock gesucht
Dollar kaputt, Euro zu teuer, USA schuld? Weltfinanzkrise treibt bürgerliche Medien zu neuen Höchstleistungen bei Ursachenforschung
Von Klaus Fischer
Die kapitalistischen Finanzmärkte drohen aus den Fugen zu geraten. Was seit Anfang des Jahres offensichtlich war, ist als (nahezu) gesicherte Erkenntnis inzwischen auch in bürgerlichen Medien akzeptiert: »Mittlerweile ist es dem Allerletzten klar geworden: Wir haben keine US-Hypothekenkrise, sondern eine globale Finanzkrise«, schrieb Kommentator Wolfgang Münchau am Mittwoch in der Financial Times Deutschland (FTD). Wahrscheinlich sei selbst das eine Untertreibung, f...
Artikel-Länge: 5048 Zeichen


