Zum Inhalt der Seite

US-Sondergericht eröffnet Prozeß

Washington/Guantánamo. Die erste Anklage, die im Militär-Sondertribunal des US-Gefangenenlagers Guantánamo am Montag verlesen wurde, richtete sich gegen den Australier David Hicks. Ihm wird »Unterstützung des Terrorismus« zur Last gelegt. Schon im Dezember 2001 war der 31jährige, der vor Jahren zum Islam übertrat, in Afghanistan festgenommen worden.

Hicks habe vor Prozeßbeginn vor allem ängstlich gewirkt, sagte sein Anwalt David McLeod am Sonntag. In seiner fünfjährigen Gefangenschaft habe er die Hoffnung auf einen fairen Prozeß verloren. Die Anklage wirft Hicks vor, Al-Qaida-Ausbildungslager in Afghanistan besucht und kurzzeitig an der Seite der Taliban gekämpft zu haben. Ihm droht lebenslange Haft. Derzeit ist Hicks der einzige Gefangene, dem der Prozeß vor dem neu eingerichtete Sondertribunal gemacht wird. Insgesamt sollen sich mehrere Dutzend der noch 385 Guantánamo-Gefangenen vor den Militärgerichten verantworten.

(AP/AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2007, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!