01.02.2007
Rufer in der Wüste
Seit Jahrzehnten schreitet im Norden Kameruns die Desertifikation voran. Wer nicht weggezogen ist, droht zu verhungern. Bericht aus einem beispielhaften Dorf
Von Sylvestre Tetchiada/IPS
Das Dorf Ngouma liegt im äußersten Norden Kameruns, etwa 1600 Kilometer von der Hauptstadt Jaunde entfernt. Wer hier noch lebt, kämpft ums nackte Überleben. Seit den 70er Jahren regnet es immer seltener. Die Wüste rückt immer weiter vor. Mittlerweile dauert die Trockenzeit bereits sieben Monate. Auf den Feldern wächst kaum noch etwas. Wer dazu in der Lage war, ist weggezogen. »Die Viehzüchter haben sich neue Weiden für ihre Herden gesucht«, erklärt der Dorfälteste Y...
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