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Guinea: 17 Tote bei Generalstreik

Conakry. Bei der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten gegen Präsident Lansana Conté in der westafrikanischen Republik Guinea haben Sicherheitskräfte am Montag 17 Demonstranten getötet. Die Protestierenden seien in verschiedenen Vororten der Hauptstadt Conakry erschossen worden, berichteten Augenzeugen. Seit Beginn des Generalstreiks vor knapp zwei Wochen wurden in Guinea insgesamt bereits 30 Menschen getötet. In den Vororten von Conakry setzten sich am Montag nachmittag Protestzüge in Richtung des Präsidentenpalastes in der Hauptstadt in Bewegung. Auch in anderen Städten des Landes demonstrierten Tausende gegen den Präsidenten. 14 Oppositionsparteien unterstützen den von Gewerkschaften auf unbegrenzte Zeit ausgerufenen Generalstreik, mit dem der seit 1984 regierende Conté zum Rücktritt gezwungen werden soll. Seine Gegner werfen Conté Korruption und Machtmißbrauch vor.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2007, Seite 1, Ausland

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