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15.12.2006

»Abschiebehäftlinge gelten als Menschen zweiter Klasse«

NRW will Bürener Abschiebeknast auch für andere Gefangene öffnen. Medizinische Versorgung schon jetzt katastrophal. Gespräch mit Frank Gockel

Interview: Markus Bernhardt
Frank Gockel ist Sprecher des Vereins »Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.«Die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) will künftig auch Menschen, die Ersatzfreiheitsstrafen verbüßen müssen, im Bürener Abschiebeknast unterbringen. Sie lehnen das ab. Warum? Die Inhaftierung von Menschen, die eingesperrt werden, weil sie kein Geld haben, um nach Kleinstdelikten wie beispielsweise Schwarzfahren Geldstrafen zu bezahlen, wird...

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