11.12.2006
Fanatiker der Todesstrafe
Klaus-Detlev Godau-Schüttke zeigt in einer Studie, daß zahlreiche Nazijuristen am Bundesgerichtshof wieder »Im Namen des Volkes« Recht sprechen konnten
Von Dietmar Jochum
Als Bruno Heusinger am 31. März 1960 als Präsident des Bundesgerichtshofes in sein Amt eingeführt wurde, leitete der dienstälteste Senatspräsident, Friedrich Tasche, die Festveranstaltung in Karlsruhe. Friedrich Tasche war nicht irgendwer, sondern– wie Klaus-Detlev Godau-Schüttke in seinem Buch »Der Bundesgerichtshof– Justiz in Deutschland« zu berichten weiß – »ein Antisemit und Republikgegner«, der schon als Mitglied des deutsch-völkischen Schutz- und Trutzbundes »...
Artikel-Länge: 5318 Zeichen


