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Ein großer Schritt nach vorn
Die junge Welt nimmt sich viel vor. Das ist auch nötig
Wir nehmen den 60. Geburtstag der jungen Welt zum Anlaß, die bisher größte Kampagne der letzten Jahre zur Stärkung dieser Zeitung zu starten. Ziel ist es, 60 mal 60 neue Abonnements bis zum 31. Dezember 2007 zu gewinnen. Dazu zählen Print- und Internetabonnements genauso wie Umsteiger auf eine höhere Preisklasse oder Geschenk- und Weinachtsabonnements.
Deutlich zugenommen haben die juristischen Auseinandersetzungen mit junge Welt. Ein bemerkenswertes Verfahren läßt derzeit ein hochrangiger, in der Öffentlichkeit durchaus bekannter Beamter einer Einrichtung des Bundes gegen die Zeitung laufen. In diesem Fall konnte der Richter kein öffentliches Interesse erkennen und verbot per einstweiliger Verfügung eine Berichterstattung über das Verfahren, unabhängig vom Wahrheitsgehalt. Am Donnerstag, dem 7. Dezember, findet der Termin in dieser Sache um 12 Uhr vor dem Landgericht Berlin, Tegeler Weg 17–21 in 10589 Berlin, Raum 143, statt. Immerhin öffentlich.
Und noch eine Nachricht, die das Bild von der Bundesrepublik ergänzt: Das Jahr beginnt für junge Welt traditionsgemäß mit der Rosa-Luxemburg-Konferenz. 2007 wird sie nicht wie vorgesehen in der Humboldt-Universität stattfinden können. Die entsprechenden Räume waren seit dem Frühjahr reserviert, vor einigen Tagen sagte die Leitung der Universität ohne Angabe von Gründen ab. Deshalb findet die Konferenz in der Neuen Mensa der Technischen Universität Berlin in der Nähe des Bahnhofs Zoo statt. Denn wir werden uns nicht hindern lassen.
Verlag und Redaktion
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
