19.10.2006
Das Leben ist ein Orgienraum
Wenn Politik versagt, hilft Pornographie: Leider werden manche Kunstfilme auch durch mehr Orgasmen nicht spannender
Von Peer Schmitt
Sex ist langweilig!« lautete das Verdikt von Michel Foucault.
Das war damals, Mitte der siebziger Jahre, direkt ins Herz des
Post-1968-Blues gesagt. Das Hippiegerede von der Befreiung der
Sexualität begann, kaum hatte es breite
Bevölkerungsschichten erreicht, einigen schon wieder schwer
auf die Nerven zu fallen. »Sex ist langweilig«,
bedeutete soviel wie »Das ständige Gerede über die
Befreiung der Sexualität wird langsam ätzend«. Denn
diesem Anspruch auf »Befreiung«...
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