Zum Inhalt der Seite

Israel: Politiker wollen gegen Ahmadinedschad klagen

Jerusalem. Eine Gruppe israelischer Politiker und ehemaliger Diplomaten will den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor dem Internationalen Gerichtshof verklagen. Mit der Leugnung des Holocausts und der Äußerung, Israel müsse von der Landkarte verschwinden, habe Ahmadinedschad gegen die Völkermord-Konvention der Vereinten Nationen verstoßen, sagte der frühere Botschafter Dore Gold. Die israelische Tageszeitung Jediot Ahronot berichtete am Montag, die Klage werde beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingereicht. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte am Sonntag bei einem Besuch in Washington gewarnt, Iran sei nur noch wenige Monate von der Entwicklung nuklearer Waffen entfernt.

(AP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2006, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                                                                                                Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »kinder« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.