28.04.2006
Wie beim Sklavenmarkt
In Hamburg werden Erwerbslose zum Bestandteil einer Bühnenshow gemacht. Öffentlich sollen sie sich Ein-Euro-Jobs aussuchen
Von Andreas Grünwald
Der gewerkschaftliche Erwerbslosenrat
in Hamburg hat am Mittwoch nachmittag mit einer Aktion gegen die
Zurschaustellung von Erwerbslosen auf öffentlichen Marktplätzen
protestiert. Der moderne Sklavenmarkt, Job-Karawane genannt, wird in
der Hansestadt seit Wochen durch die örtliche ARGE, die die
Umsetzung der Hartz-IV-Gesetze organisiert, durchgeführt.
Bezieher des Arbeitslosengeldes II (ALG II) werden von der ARGE
schriftlich aufgefordert, sich an der Aktion ...
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