20.06.1997
Staatskrise ohne Ende
Kommentar zum Abgang des türkischen Premiers Erbakan
Von Werner Pirker
Es war ein eher kurzes Gastspiel, das die Islamisten an der Spitze des türkischen Staates gaben. Die Koalitionskrise, die den Führer der Wohlfahrtspartei, Necmettin Erbakan, zum Aufgeben zwang, hatte wenig mit dem üblichen Hader der an der Regierung beteiligten Parteien um Einfluß und Pfründe zu tun. Sie betraf die Grundlagen der Macht. In den letzten Wochen und Monaten war deutlich geworden, daß in der Türkei - zwischen den politischen Eliten und den Militär...
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