14.01.2006
Massaker an Studenten ad acta gelegt
Deckel zu: Mexikanischer Staatsterror von 1968 bleibt nach Gerichtsentscheidung ungesühnt
Von Gerold Schmidt (npl), Mexiko-Stadt
Für Mexikos Expräsidenten Luis Echeverría und weitere noch lebende ehemalige hohe Staatsfunktionäre war es eine gute Nachricht. Für die mexikanische Rechtsgeschichte wird es wahrscheinlich ein bleibender Schandfleck sein. Die Weigerung des Obersten Gerichtshofes zu Wochenmitte, das Verfahren über das Studentenmassaker vom 2. Oktober 1968 an sich zu ziehen und über die Verjährung des Verbrechens zu entscheiden, kommt de facto einer juristischen Beerdigung gleich. Die...
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