12.12.2005
»Unter Häftlingen bin ich zu Hause«
Die Knastweltreise des Belgiers Jan De Cock offenbart erstaunliche und erschreckende Gefängniseindrücke
Von Dietmar Jochum
Eigentlich wollte Jan De Cock nach Abschluß eines
Hilfsprojekts für Leim schnüffelnde Straßenkinder
in Chile in sein Heimatland Belgien zurückkehren. Weil sich
der Entwicklungshelfer in den vorangegangenen Jahren aber mehr und
mehr für Strafgefangene eingesetzt hatte, wollte er auch
wissen, wie es ist, eine Nacht auf der anderen Seite der Gitter zu
verbringen: die Angst, die Kälte, die Pritschen zu
spüren. Als er den entsprechenden Wunsch an den
Gefängnisdirektor vo...
Artikel-Länge: 3914 Zeichen


