25.10.2005
Wahlsieg für die Kirche
Rechtskonservativer neuer Präsident Polens. Regierung will »Liberalisierung« mit Ausbau autoritären Präsidialsystems verbinden
Von Tomasz Konicz
Der Sieger gab sich generös und unversöhnlich zugleich. Polen brauche eine allgemeine Abrechnung, aber auch Versöhnung, erklärte der neue Präsident Polens, Lech Kaczynski (PiS), kurz nach Bekanntgabe der ersten verläßlichen Hochrechnungen zur Stichwahl um das höchste Amt des Landes am Sonntag abend. Die versöhnliche Geste des Staatschefs war an die »lieben Freunde« der liberalkonservativen Bürgerplattform (PO) gerichtet, deren Präsidenschaftskandidat Donald Tusk übe...
Artikel-Länge: 4073 Zeichen


