19.10.2005
Requiem für eine linke Ikone
Uwe Timm geht auf eine literarische Spurensuche nach Benno Ohnesorg: »Der Freund und der Fremde«
Von Frank Schäfer
»Es ist etwas anderes, ob ich das Krähen nachahme
oder Kikeriki sage«, zitiert Benno Ohnesorg den Anarchisten
Gustav Landauer – sinnigerweise in einem »Essay
über die fragmentarische Form«, einem der wenigen
überlieferten Texte von ihm. Uwe Timm hat gute, nämlich
poetologische Gründe, in »Der Freund und der
Fremde«, seinen fragmentarischen Erinnerungen an Benno
Ohnesorg, darauf einzugehen: Der Aphorismus legitimiert indirekt
seine Methode. Wenn nämlich Sprache...
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