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11.10.2005

Alles stürzt ab

Am Ende vollkommen erschöpft: Michael Thalheiner inszenierte Goethes Faust II am Deutschen Theater in Berlin

Von Stefan Amzoll
Er ist die negative Schubkraft. Seine unflätigen Einflüsterungen führen hinab. Sein Schrei ist der nach Dissonanz. Mephistos Tanz auf dem Seil markiert den Tanz der Zeit. Umgekehrt Faust. Auch er hangelt am Hang. Alle Lüste und Gelüste sucht er heim, mischt sich in die Politik, ist hochgespannt in Liebesdingen, kostet von der Gewalt der Kriege, ja sucht den großen Atem der Welt zu ergründen. Eine Gestalt der Unruhe und eine am Rand. Wo immer Faust sich emporschwingt...

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