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10.10.2005

Tradition der Tonträger

Nicht in Zimmerlautstärke vor sich hin flüstern: Die Lyrik von Gerald Fiebig braucht einen betäubenden »geräuschpegel«

Von Jan Volker Röhnert
Gerald Fiebig meint es mit dem Sampling ernst. Der Augsburger Dichter, DJ und Veranstaltungsmacher setzt auf einen eigenwilligen poetischen Weltzugriff. Verrauschte Musikfetzen, grobkörnige Plakatreste des Alltags sind die Fundstücke, aus denen Fiebig Lyrik bastelt. Unfrisiert sammeln sich die Wahrnehmungen in der Collagenmappe des Gedichts. Keine Frage, das romantische Glotzen gewöhnt dieser Autor seinem geneigten Publikum schnell ab – und dennoch schaut es sic...

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