06.10.2005
Die Armen gehen leer aus
Lateinamerika ist ein Eldorado für transnationale Direktinvestitionen. An sozialer Ungleichheit ändert sich nichts
Von Diego Cevallos
In Lateinamerika und der Karibik ist der Anteil ausländischer Direktinvestitionen im vergangenen Jahr um 44 Prozent auf 68 Milliarden US-Dollar gestiegen. Experten zufolge ist die gute Nachricht der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) nur zweitrangig. Die 224 Millionen relativ und 96 Millionen extrem Armen nämlich gehen leer aus. »Die Auslandsinvestition stört sich nicht daran, ob ein Land arm oder demokratisch ist«, sagt Cristina Casanueva von der Iber...
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