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16.08.2005

Staudammbau als Ethnozid

Menschenrechtsorganisationen starten Kampagne zur Rettung der osttürkischen Kleinstadt Hasankeyf

Von Nick Brauns
Der Bürgermeister der am Oberlauf des Tigris gelegenen Kleinstadt Hasankeyf hat sein Büro in eine Kalksteinhöhle verlegt. Damit möchte A. Vehap Kusen gegen die drohende Überflutung der antiken Stadt im Südosten der Türkei durch den Bau des Ilisu-Staudamms protestieren. »Wenn ich als normaler Bürger auch nur einen Stein aus dieser archäologischen Stätte klaue, komme ich laut Gesetz für drei Jahre ins Gefängnis. Doch die Zerstörung der gesamten Anlage ist offensichtli...

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