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23.06.2005

Eingängig, aber zu kurz gegriffen

Zu den Fehlfunktionen des menschlichen Gedächtnisses hat Daniel Schacter eine materialistische Theorie entwickelt. Ihre Einfachheit ist genial. Sie erklärt alles, bis auf den Datenschrott in jeder Menge Köpfen

Von Frank Ufen
Über die Unzuverlässigkeit des Gedächtnisses wird ständig geklagt. Hat die Evolution bei seiner Konstruktion gepfuscht? Ganz im Gegenteil, behauptet der US-amerikanische Psychologe und Neurologe Daniel Schacter. In seinen Augen sind die alltäglichen Fehlleistungen des Gedächtnisses nichts als Folgen und Nebenwirkungen von Eigenschaften, die nützlich und notwendig für das Überleben sind. Manchmal funktioniert das Gedächtnis schlecht, manchmal aber auch zu gut. Eri...

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