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Lateinamerika

Linke Politikerin in Ecuador verhaftet

Manabí. In Ecuador ist die linke Oppositionspolitikerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Luisa González nach Angaben ihrer Partei am Donnerstag verhaftet worden, wie ihre Partei Revolución Ciudadana (RC) auf X mitteilte. Die Partei sprach von »einem eindeutigen Akt staatlicher Verfolgung«. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte lediglich bestätigt, dass es drei Festnahmen gegeben habe – wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Wahlwerbung und wegen Geldwäsche. González meldete sich im Lauf des Tages auf X zu Wort und nannte die Regierung des rechten Präsidenten Daniel Noboa eine »Diktatur«, in der »politische Verfolgung üblich« geworden sei. In wenigen Wochen stehen in Ecuador Kommunalwahlen an, bei denen González in ihrer Heimatprovinz Manabí kandidieren wollte. Ihre Kandidatur wurde aber untersagt, da ihr vorgeworfen wurde, im Präsidentschaftswahlkampf 2023 aus Venezuela unterstützt worden zu sein. Der jetzigen Festnahme dürfte die gleiche Anschuldigung als Rechtfertigung dienen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2026, Seite 6, Ausland

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