Zum Inhalt der Seite
Befugnisse für Inlandsgeheimdienst

Saarland: Landtag ändert Verfassung

Foto: Oliver Dietze/dpa
Plenarsaal des Landtags in Saarbrücken (27.8.2025)

Saarbrücken. In teils namentlicher Abstimmung hat der saarländische Landtag mehrere Änderungen der saarländischen Verfassung mit Mehrheit der Stimmen von SPD und CDU beschlossen, darunter die erste Präambel der Landesverfassung, wie der SR am Mittwoch berichtete. Zu den Änderungen zählt demnach auch die Erweiterung der Befugnisse des saarländischen Inlandsgeheimdienst. So soll das Landesamt für Verfassungsschutz künftig Menschen leichter überwachen können. Der Geheimdienst bekommt dafür Zugriff auf Videokameras im öffentlichen Raum. Diese Änderungen seien notwendig, weil sich die Bedrohungslage verändert habe – etwa durch vermehrte Spionage oder Sabotage aus dem Ausland, behaupteten die SPD- und CDU-Fraktionen. Ebenfalls beschlossen worden sei, dass Agenten des Verfassungsschutzes, die sich als Whistleblower betätigen wollen, dem zuständigen Landtagsausschuss direkt über Missstände berichten können ohne dabei wie bisher den Dienstweg einhalten zu müssen. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen am 30.04.2026, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!