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Aus: Ausgabe vom 17.03.2026, Seite 16 / Sport
Eishockey

Vor der heißen Phase

Kölner Haie gehen als Hauptrundenbester in die Play-offs
Von Andreas Müller
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Mach dich lang: Straubing Tigers (am Boden) gegen Kölner Haie (Straubing, 15.3.2026)

Lange taten sich die Eisbären Berlin schwer, dann drehte der Titelverteidiger auf, zählt wieder zum Kreis der Favoriten. Vergangenen Sonntag, am letzten Spieltag in der Hauptrunde der Deutschen Eishockeyliga (DEL), fegten die Hauptstädter die EHC Red Bull Münchner 5:1 vom Eis. Zuvor hatten sie mit den Kölner Haien und den Mannheimer Adlern die zwei Topteams bezwungen und Platz sechs erreicht – direkte Qualifikation für die K.-o.-Runde.

Zum Leidwesen der Pinguine aus Bremerhaven, die von den Eisbären auf Rang sieben geschoben wurden, so dass die »Nordlichter« in den heute beginnenden Pre-Play-offs gegen die Ice Tigers aus Nürnberg ran müssen. Am Mittwoch duellieren sich die Grizzlys aus Wolfsburg mit den Schwenninger Wild Wings. Die sechs bestplazierten Teams der Vorrunde indes dürfen bis zum Beginn der Viertelfinalserie ab dem 24. März durchatmen.

In die beste Ausgangsposition haben sich die Kölner Haie gespielt. Mit ihrem 6:3-Erfolg am Sonntag bei den Straubing Tigers sammelten sie in der Hauptrunde insgesamt 116 Punkte und stellten damit den Punkterekord der Mannheimer Adler von 2018/19 ein. In der Saison kamen die Kurpfälzer auf 103 Punkte. Sie landeten nach der Vorrunde auf Rang zwei vor den Straubing Tigers (101 Punkte) und dem EHC München (100 Punkte), die es im Viertelfinale ab der kommenden Woche mit den Eisbären Berlin bzw. mit den Cracks aus Ingolstadt zu tun bekommen. Gegen wen Köln und Mannheim antreten, entscheidet sich in den Pre-Play-offs. Die Halbfinals starten am 8. April, das Finale ist am 24. April und könnte, falls ein siebtes Match notwendig sein sollte, mit einem echten Endspiel erst am 7. Mai zu Ende gehen.

Während der Titelkampf am Puck gerade in die »heiße Phase« geht, ging es beim Kampf um den Klassenerhalt eher entspannt zu. Für Frankfurt, Augsburg und Iserlohn, obwohl auf hinteren Plätzen, drohte dank der Dresdner Eislöwen nie Gefahr. Mit gerade mal 26 Pünktchen und 221 Gegentreffern (mehr als vier pro Partie) bei 109 erzielten Toren standen die Sachsen von Beginn an am tiefsten im Keller. Seit mehreren Wochen ist klar: Der Aufsteiger tanzt nur einen Winter in der höchsten Spielklasse. Die Dresdner werden demnächst wieder in der DEL 2 übers Eis jagen, um gegen die Crimmitschauer Eispiraten und Lausitzer Füchse in klassischen »Ostderbys« die Kräfte zu messen. Nicht die schlechteste Option nach einer ernüchternden Erkenntnis an der Elbe: Fürs höhere DEL-Niveau hat’s sportlich nicht gereicht.

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