Greta Thunberg: »Kuba hat die Welt verteidigt, und jetzt ist es an der Zeit, dass die Welt Kuba verteidigt«
Die schwedische Menschenrechtsaktivistin Greta Thunberg ruft in einem Video auf Instagram zur Solidarität mit Kuba und dem »Nuestra América Convoy« auf:
Wir müssen darüber sprechen, was gerade in Kuba passiert. Die Trump-Regierung führt überall auf der Welt illegitime Kriege und tötet sehr viele Menschen, und sie stranguliert auch das kubanische Volk bewusst, methodisch und offen. Trump selbst (…) hat sogar damit geprahlt und erklärt, es gebe ein »Embargo«, es gebe kein Öl, kein Geld, es gebe gar nichts. Er sagte das, als wäre es etwas, worauf man stolz sein könnte, während Millionen Menschen durch andauernde Stromausfälle im Dunkeln sitzen, während Krankenhäuser nicht mit Strom versorgt sind, während Krankenwagen der Treibstoff ausgeht, während die Regale leer bleiben. (…) Intensivstationen und Notaufnahmen sind beeinträchtigt. Neugeborene, alte Menschen, Kranke – sie alle zahlen den Preis. Das ist kein Unfall und keine bedauerliche Nebenwirkung irgendeiner politischen Meinungsverschiedenheit. Dies ist das beabsichtigte Ergebnis!
Jetzt verschärft die Trump-Regierung die Situation weiter und plant das, was sie selbst als eine Übernahme der Insel bezeichnet hat. Wir können dazu nicht schweigen. Kuba hat auch nicht geschwiegen, als die Welt es brauchte. Mehr als 60 Jahre lang hat Kuba seine Ärzte in alle Winkel der Welt geschickt. Kubanisches medizinisches Personal bekämpfte Ebola in Westafrika, reagierte auf Katastrophen in Haiti und bildete Generationen von Ärzten aus der ganzen Welt aus. Als Befreiungsbewegungen in Afrika für die Unabhängigkeit von der kolonialen Herrschaft kämpften, schaute die Welt weg. Kuba hingegen zeigte sich nicht nur mit Worten solidarisch, sondern auch mit Taten und echter materieller Unterstützung. Kuba hat die Welt verteidigt, und jetzt ist es an der Zeit, dass die Welt Kuba verteidigt. (…)
Der »Bloque Latinoamericano« kündigte am Freitag an, sich als Delegation aus Deutschland »Nuestra América Convoy« nach Havanna zu beteiligen:
(…) »Wir sehen in der Blockade gegen Kuba kein isoliertes Ereignis, sondern einen Teil der globalen Aggressionen, wie wir sie in den letzten Monaten gegen Venezuela, Grönland und den Iran erlebt haben. All diese Fälle sind durch die wirtschaftlichen Interessen großer Finanz- und Wirtschaftsgruppen am Erdöl miteinander verknüpft, die bereit sind, ganze Regionen zu destabilisieren, um sich Ressourcen zu sichern«, erklärt Grasa Guevara, die Sprecherin des Bloque Latinoamericano.
Am 21. März 2026 werden Teilnehmer aus der ganzen Welt ihre humanitäre Hilfe – darunter Lebensmittel, Medikamente und Ausrüstung zur Energieversorgung – an den dafür vorgesehenen Sammelstellen auf der Insel übergeben. An diesem Tag werden zahlreiche Institutionen und politische Organisationen aus aller Welt auf Kuba zusammenkommen, um gemeinsam die Blockade zu durchbrechen und die Menschen vor Ort direkt zu unterstützen. (…)
Parallel zur Ankunft des Konvois in Kuba werden in den wichtigsten Großstädten weltweit Demonstrationen und Kundgebungen organisiert, um den globalen Druck gegen die Sanktionen zu erhöhen. Individuelle Berliner*innen sind auch eingeladen, sich der Arbeit der Organisation anzuschließen.
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