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Aus: Ausgabe vom 24.02.2026, Seite 3 / Ansichten

Partylöwen des Tages: US-Eishockeyteam

Von Max Grigutsch
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Lässt gleich die Korken knallen: FBI-Chef Kashyap »Kash« Patel beim Eishockeyfinale am Sonntag in Mailand

Einmal feiern wie Epstein. Davon träumte schon Elon Musk. Vielleicht auch das US-Eishockeyteam. Aber der Sexualstraftäter und Strippenzieher ist qua Tod indisponiert, auch eine Insel steht einstweilen nicht zur Verfügung, zumindest bis sich ein Nachfolger für die Organisation eines Epsteinschen Schattenreiches hervortut. Wo also nach einem neuen Incubus suchen, um die Träume Form annehmen zu lassen?

Zur Freude einiger US-Spieler bekleidet gerade die zweite Garde von Little Saint James die Ämter der US-Administration. Wie auf dem Eis: Da muss man ran. Vorarbeit leistete Matthew Tkachuk, Stürmer der Florida Panthers und US-Nationalspieler, schon vor dem olympischen Turnier und zeigte sich freudestrahlend im White House neben Donald Trump. Eigentlich sollte das Team für den doppelten Stanley-Cup-Sieg geehrt werden. Beschenkt wurde allerdings der Präsident – mit einem »Trump«-Trikot und einem goldenen Eishockeyschläger. »Ich bin so stolz, Amerikaner zu sein, und so stolz, hier mit Ihnen und allen anderen zu sein«, schmierte Tkachuk dem US-Machthaber Honig ums Maul. Olympiagold und ein spielerisch unverdienter Sieg gegen den Erzrivalen Kanada boten erneut Anlass für eine Annäherung an die Truppe Trump. Gefeiert wurde zwar nicht auf einer Insel, aber in der Teamkabine, zusammen mit FBI-Chef »Kash« Patel, dem die höchstamtliche Vertuschung des Epstein-Netzwerkes vorgeworfen wird. Videos offenbaren nun seine Interpretation von Sportswashing: Die umstehenden Hockeyprofis durften sich einer Bierdusche aus der Flasche Patels erfreuen, an der er gerade noch genuckelt hatte.

Der MAGA-Hardliner hüpft, brüllt, schlägt auf den Tisch und singt (»Courtesy of the Red, White and Blue«), bis ihm der abermals freudestrahlende Matthew Tkachuk in einem sado-Machado-istischen Anflug seine Goldmedaille um den Hals hängt. Nicht ganz Ep­stein, aber so geht Party.

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