07.02.2026
Medien
Rückzug ins Dunkel
Die Washington Post und das leise Ende des bürgerlich-liberalen Journalismus
Von Hugo Braun
Seit dem Morgen des 4. Februar 2026 wird in der Redaktion der Washington Post nicht mehr darüber gestritten, wie man einer zweiten Trump-Ära journalistisch begegnet. Es wird gezählt: Wer geht (300 aktuell) – und welche Ressorts gleich mit beerdigt werden. »Ein absolutes Blutbad«, urteilt The Guardian. Der Ausdruck ist drastisch. Er trifft den historischen Moment. Die Post war einmal ein Blatt, vor dem sich Machthaber fürchteten: Watergate-Enthüllung mit Präsidentens...
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