Gegründet 1947 Freitag, 13. März 2026, Nr. 61
Die junge Welt wird von 3063 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 27.01.2026, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
14_tv.jpg
Wo findet man ein neues Zuhause? »Displaced Persons«

Welthauptstadt Riad

Die Monarchie, mit der alle befreundet sein wollen: Saudi-Arabien. BRD 2018.

Das unbekannte Königreich: Saudi-Arabien. Ein Land zwischen Fortschritt und Tradition. 3sat, 15.30 Uhr

Alle im Widerstand gewesen

1942 wird in Frankenfelde in der Märkischen Schweiz ein polnischer Zwangsarbeiter gehängt, wegen einer Beziehung mit einer Deutschen. Das Verbrechen wurde lange kollektiv verschwiegen. Nun soll eine Gedenktafel nicht nur daran erinnern, sondern dort mahnen, wo der Deutschnationalismus in Gestalt der AfD vor lauter Zuspruch innere Reichsparteitage feiert. BRD 2025.

Re: Ein Dorf ringt mit seiner NS-Vergangenheit. Arte, 19.40 Uhr

Verbrannte Erde

Nach der Befreiung kam die Heimatlosigkeit: Viele, die dem faschistischen Massenmord entrinnen konnten und aus den Vernichtungslagern befreit wurden, galten als »Displaced Persons«. Sie mussten sich ein neues Zuhause suchen. F 2025.

Die Überlebenden. Neuanfang nach dem Holocaust. Arte, 20.15 Uhr

Das Biergefühl

Manches gerät in Vergessenheit: Die vor 200 Jahren in Springfield eingeführte Prohibition wurde nie aufgehoben. Nun soll sie wieder durchgesetzt werden. Homers Leber frohlockt – aber nur kurz, denn der Pilsator startet einen regen Bierschmuggel in die Stadt. USA 1997.

Die Simpsons. Der mysteriöse Bierbaron. Pro sieben Maxx, 21.10 Uhr

»Seid Menschen!«

Vergangenes Jahr, am Tag des Sieges, starb die Holocaustüberlebende Margot Friedländer, geborene Bendheim, im Alter von 103 Jahren in ihrer Geburtsstadt Berlin. BRD 2023.

Ich bin! Margot Friedländer. 3sat, 21.45 Uhr

Görings Rabe

Den groß angelegten Kunst- und Möbelraub der Nazis organisierte Hermann Göring über den »Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg«. Dem stand von 1941 bis 1944 Kunsthändler Bruno Lohse als Direktor vor. BRD/F/USA 2023.

Der Plünderer. Das Geschäft mit der Naziraubkunst. Arte, 21.50 Uhr

Pädagogiktok

Das Internet ist eine Spielwiese des Mobbings. Ein 42jähriger Berliner Pauker will aber gerade hier dafür werben, zueinander netter zu sein. BRD 2026.

37 Grad. Ein Lehrer geht viral. ZDF, 22.15 Uhr

Mad Mel

Auf den Tag genau 81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee verzeihen Antisemiten den Juden den Holocaust immer noch nicht. Mel Colm-Cille Gerard Gibsons Vater Hutton Gibson (1918–2020) machte es sich noch einfacher: Für ihn hat es die Schoah nie gegeben. Viel des Judenhasses, hat der fundamentalistische Bibelkasper an seinen Schauspielersohn weitergegeben. BRD 2025.

Die Mel-Gibson-Story. Kabel eins, 23.05 Uhr

Asche als Beweis

Im mittelböhmischen Außenlager Hradischko ermordeten die deutschen Faschisten Hunderte politische Gegner, darunter zahlreiche spanische Volksfrontkämpfer. Die Beweise sollten anschließend vernichtet werden. Doch der Leiter des Prager Krematoriums Strašnice sowie dessen Sohn bewahrten die Asche der Getöteten heimlich auf. E/F/CZ 2024.

Das Geheimnis der Urnen von Prag. Arte, 23.40 Uhr

links & bündig gegen rechte Bünde

Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.

Ähnliche:

  • Als »Zigeuner-Mischlinge« stigmatisierte und verfolgte Sinti aus...
    11.11.2025

    Typisch deutsche Kleinstadt

    Ein Ausschnitt aus der Geschichte der Sinti-Minderheit und ihrer Verfolgung am Beispiel Berleburg. Zeitgeschichte in einer landschaftlichen Nussschale
  • »Exhibitionistisch anmutende Selbstanklage«, urteilte 1978 der L...
    19.01.2019

    Der Dammbruch

    Vor vierzig Jahren wurde die Fernsehserie »Holocaust« erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Sie veränderte die Einstellung der Westdeutschen zum Massenmord an den Juden (Teil 1)

Mehr aus: Feuilleton