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10.01.2026, 17:22:31 / Feuilleton
31. Rosa-Luxemburg-Konferenz

Alternative zu Kriegsmedien

Pablo Iglesias und Irene Zugasti sprechen über einen Journalismus, der lediglich den Herrschenden dient
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Irene Zugasti vor Ort und Pablo Iglesias zugeschaltet per Video sprechen über entkontextualisierenden Journalismus

Der frühere Generalsekretär der spanischen Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, betont in seiner Videobotschaft an die Konferenz, dass Venezuela nach dem US-Überfall Ausgangspunkt der heutigen Analyse sein muss. Der Politiker und Publizist ist gegenwärtig Direktor des von ihm gegründeten linken Senders Canal Red, wo er politische Analysen und Debatten moderiert. Er kommt nicht umhin, anzuerkennen, dass US-Präsident Donald Trump ein Profi im Umgang mit Medien ist. Er nutze als Kommunikation »den direkten Protagonismus« und habe begriffen: »Die große außenpolitische Botschaft ist er selbst.« Die europäischen Staaten seien mit ihrer Bereitschaft, fünf Prozent des BIP für die NATO auszugeben, zu einer »Provinz des Imperiums« verkommen.

Live in Berlin erklärt seine Canal-Red-Kollegin Irene Zugasti den Anspruch ihres Projekts: »Wir wollen das Kräfteverhältnis in der Medienlandschaft ändern.« Denn »dieses führt in den Krieg«. Sie hat einige Beispiele der Hunderttausenden Schlagzeilen mitgebracht, deren Inhalte besagen, dass der Krieg nicht zu vermeiden sei. Zugasti und ihr Team machen eigentlich »Journalismus für Journalisten«, um diesen zu verdeutlichen, dass sie »Teil dieser Strategie sind, die uns in den Krieg führt«. Wer hinter sich mächtiges Kapital wisse, könne veröffentlichen, was er wolle, so die Politikwissenschaftlerin. Die Spanierin spricht in Schlaglichtern auch die deutsche Staatsräson als Richtlinie für hiesige Medien und vor allem deren Verleger ebenso an wie die politische Verfolgung des Journalisten Hüseyin Doğru durch die Europäische Union.

Um einem entkontextualisierenden Journalismus etwas entgegenzusetzen, müsse man sich das gesamte Bild ansehen – so wie es Lenin sagte: »Welche Klassen führen Krieg und zu welchem Zweck?« Dagegen habe Canal Red als »Kommunikationsmedium für den Frieden« eine Reihe von Strategien aufgebaut, um kritische Stimmen, die unterdrückt werden, hörbar zu machen. »Wir müssen diejenigen begleiten, die versuchen, einen anderen Journalismus zu machen!« (jW)

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