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Aus: Ausgabe vom 09.01.2026, Seite 16 / Sport
Eishockey

Stark wie nie

Eishockeybundestrainer Harold Kreis hat seine Auswahl für Olympia benannt
Von Andreas Müller
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Auch dabei: Yasin Ehliz von RB München

Beim olympischen Eishockeyturnier wird die Mannschaft des Deutschen Eishockeybundes (DEB) so gut besetzt sein wie selten. Am Mittwoch gab Bundestrainer Harold Kreis seinen Kader bekannt, der vor Prominenz nur so strotzt. Das Problem dabei: Auch die anderen Mannschaften werden in Mailand (11.–22.2.) mit allen Cracks vertreten sein, die Rang und Namen haben. Möglich macht’s eine Ligapause in der nordamerikanischen National Hockey League (NHL), die es erlaubt, dass erstmals seit den Winterspielen von Sotschi 2014 sämtliche Spieler aus der weltweit besten Liga bei Olympia auflaufen dürfen.

Zu erwarten steht also ein Turnier der Superlative, das zu einer objektiven sportlichen Standortbestimmung fürs Welteishockey werden sollte. Die bundesdeutsche Auswahl wird mit insgesamt neun Profis, die in Übersee spielen, gespickt sein. Kreis berief in seine 25 Köpfe zählende Auswahl Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Philipp Grubauer (Seattle Kraken), John-Jason Peterka (Utah Mammoth), Moritz Seider (Detroit Red Wings), Tim Stützle (Ottawa Senators), Nico Sturm (Minnesota Wild), Lukas Reichel (Vancouver Canucks/Abbotsford Canucks), der sich vorerst in der zweitklassigen American Hockey League (AHL) bewähren muss, ebenso wie Wojciech Stachowiak (Tampa Bay Lightning/Syracuse Crunch) und Joshua Samanski (Edmonton Oilers/Bakersfield Condors).

Aus der Deutschen Eishockeyliga mit dabei sein werden in Mailand insgesamt 15 Akteure. Einer davon ist Moritz Müller, der mit seinen Kölner Haien derzeit die DEL-Tabelle anführt und seine dritten Olympischen Spiele erleben wird. Zusammen mit den ebenfalls nominierten Jonas Müller (Eisbären Berlin) sowie Dominik Kahun (Lausanne HC) hatte der 39jährige vor acht Jahren im südkoreanischen Pyeongchang sensationell die olympische Silbermedaille gewonnen. Routiniers wie Marcel Noebels oder Leo Pföderl vom amtierenden Meister aus Berlin fanden diesmal keine Berücksichtigung.

Bevor es in Mailand ernst wird, absolviert die DEB-Auswahl ohne ihre NHL-Spieler ab dem 31. Januar ein Trainingslager in Bozen in Südtirol. Bei Olympia trifft die Mannschaft in der Vorrunde am 12. Februar auf Dänemark, am 14. Februar auf Lettland und am 15. Februar auf das US-Team. Die DEB-Frauen starten bereits am 5. Februar und somit einen Tag vor der offiziellen Eröffnungsfeier der Winterspiele mit einem Vorrundenmatch gegen Schweden. Anschließend geht es für sie gegen Japan (7.2.), Frankreich (9.2.) und Italien (10.2.). Das Finale im Fraueneishockey ist auf den 19. Februar terminiert, bei den Männern auf den Schlusstag der Winterspiele am 22. Februar.

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