29.01.2005
Die Region der verlorenen Kinder
Auf der Spur junger Menschen, die aus zentralamerikanischen Landen ins vermeintliche Paradies USA aufbrachen und unterwegs an Straßenrändern und in Bordellen strandeten
Von Erika Harzer
Ihre Namen lauten Elmer, Carlos, Enrique, Olban, Xiomara, Saida,
Maria. Sie werden dann bekannt, wenn es gelingt, ihre Leichen zu
identifizieren. Das nützt den Toten zwar nichts mehr, aber
wenigstens wissen ihre Eltern, ihre Geschwister und Liebsten, wo
und wie ihr junges Leben zu Ende ging. Die Frage nach dem Warum
wird kaum gestellt. Wer sollte sie auch beantworten? Viele dieser
Jungen und Mädchen sind einfach nur noch Körper,
namenlos, herkunftslos, leblos. Vermu...
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