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05.07.2025
Geschichte

Erzwungenes Zugeständnis

1950 erkannte die DDR im Görlitzer Vertrag die Oder-Neiße-Grenze an. Glücklich war sie damit nicht: Die Westverschiebung Polens war ein sowjetisches Projekt

Von Reinhard Lauterbach
Am 6. Juli 1950 sendete der Rundfunk der DDR eine Ansprache von DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl. Gerade hatte der DDR-Regierungschef gemeinsam mit seinem polnischen Kollegen Józef Cyrankiewicz in Zgorzelec – dem früheren Ostteil von Görlitz – das Abkommen über »die Markierung der festgelegten und bestehenden deutsch-polnischen Staatsgrenze« unterzeichnet. Die beiden Adjektive waren vieldeutig genug: dass die Grenze »bestand«, war als Tatsache nicht zu bestreite...

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