03.12.2004
Wegen »schädlicher Anschauung« gekündigt
Zwischen freier Liebe und der »Zwangsanstalt für Weiber«. Eine Biographie zeichnet das Leben von Margarethe Hardegger, der ersten Arbeiterinnensekretärin beim Schweizer Gewerkschaftsbund, nach
Von Gisela Notz
Die Kulturwissenschaftlerin Ina Boesch hat sich die Arbeit gemacht, das »Gegenleben« von Margarethe Hardegger (1882–1963) zu entziffern. Entstanden ist ein außergewöhnliches Buch über eine außergewöhnliche Frau, die nicht nur für freie Liebe eintrat, sondern sie auch praktizierte. Margarethe Hardegger war die erste Arbeiterinnensekretärin beim Schweizer Gewerkschaftsbund, die Geliebte zahlreicher Intellektueller und Anarchisten, eine Kämpferin gegen den Faschismus u...
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