02.12.2004
Mit 150 Euro abgespeist
Chiles Präsident Ricardo Lagos kündigte Entschädigungsgesetz für Folteropfer der Pinochet-Diktatur an. Anwälte und Betroffene fordern jedoch Strafverfahren gegen die Täter
Von Harald Neuber
Nun hat das Schweigen ein Ende«, mit pathetischen Worten kündigte Chiles Präsident Ricardo Lagos am vergangenen Wochenende in einer TV-Ansprache ein Entschädigungsgesetz für die Opfer der faschistischen Diktatur (1973–1990) an. Bis zu 35000 Menschen sollen für Folter und Mißhandlungen währen der Gewaltherrschaft des einstigen Heeresgenerals, Augusto Pinochet, eine monatliche Wiedergutmachung erhalten. Die Betroffenen können demnach Zahlungen von 112000 Pesos pro Mon...
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