03.11.2004
Augenwischerei in Brüssel
Positive Wirtschaftsdaten verdecken Krise: Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone steigt – der private Konsum geht zurück
Von Ralph T. Niemeyer
Als die EU-Kommission kürzlich stolz auf die vom statistischen Amt der EU (Eurostat) vorgelegten Wirtschaftsdaten des zweiten Quartals verwies, rieben sich etliche Journalisten verwundert die Augen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in der Eurozone um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Gleichzeitig sei der private Konsum zurückgegangen. Führende Wirtschaftsinstitute in Deutschland stellten fest, daß »der Aufschwung« sich langsam abschwäche.
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