18.10.2004
Hinsehen und leermachen
Wenn Männer zu sehr leiden: »Ohne Maria« klappt gar nichts. Gilt für den Roman-Protagonisten, aber nicht für den Romanschreiber Wolfgang Schömel
Von Martin Brinkmann
Wir befinden uns am Ende der neunziger Jahre in Hamburg. Hier begegnen wir Christoph Madlé. Der Mann geht auf die vierzig zu, ist völlig vereinsamt und leidet exzessiv an seinem Dasein. Dies tut er auf hohem sprachlichen Niveau. So weit, so gut. Derartige Versuchsanordnungen kennen wir bereits aus dem Erzählungsband »Die Schnecke«, mit dessen »überwiegend neurotischen Geschichten« der 1952 geborene Wolfgang Schömel im Herbst 2002 die literarische Bühne betrat und be...
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