10.07.2004
Wider die Polizeigewalt
In Rio de Janeiro werden jährlich 1 195 Zivilisten getötet. Zu Gast bei den »Madres de Rio« in der zweitgrößten Stadt Brasiliens
Von Nicholas Watson / Roberto Roa
Seit mittlerweile fünf Jahren kämpft Euristéia de Azevedo um Gerechtigkeit. 1999 ist ihr damals 24jähriger Sohn William von sechs Militärpolizisten in Rio de Janeiro ermordet worden. Die bekannten und identifizierten Täter laufen seitdem frei herum und gehen nach wie vor ihrem Dienst nach. Unterstützt wird De Azevedo von der Gruppe »Madres de Rio« (Mütter von Rio), deren Mitglieder ihr Schicksal auf die eine oder andere Weise teilen. Ziel der Aktivistinnen ist es, g...
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