Zum Inhalt der Seite

Pakistan: Expremier Khan erneut angeklagt

Islamabad. Pakistans ehemaliger Premierminister Imran Khan ist wegen Weitergabe geheimer Dokumente angeklagt worden, wie seine Partei PTI am Montag mitgeteilt hat. Bei dem Text handelt es sich demnach um ein Telegramm. Dieses führt Khan als Beweis an, dass seine Absetzung als Regierungschef auf eine Verschwörung der USA mit dem pakistanischen Militär zurückzuführen sei. Der ehemalige Cricketstar wurde im August wegen Korruption zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde später gekippt, der Expremier blieb wegen des jetzigen Vorwurfs jedoch im Gefängnis. Ende Januar soll in Pakistan gewählt werden. (dpa/AFP/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2023, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
→Leserbriefe
  • B. S. aus Ammerland 24. Okt. 2023 um 17:49 Uhr
    Die USA und Großbritannien … plus das pakistanische Militär bzw. der pakistanische Geheimdienst ISI arbeiten gemeinsam bei der Bekämpfung von Imran Khan seit Jahren zusammen. Dass Pakistan die Seiten wechseln könnten, lassen die Anglo-Amerikaner stets zu Regimechanges greifen. Dasselbe passiert gerade in Südamerika mit der Auseinandersetzung zwischen Guayana und Venezuela. Wobei es hier um handfeste wirtschaftliche Gründe geht, Erdöl und Erdgasvorkommen. Etwas, das den US-Boys immer am Herzen liegt, billige Rohstoffe zu ihren Konditionen. Für Pakistan ist es wichtig, nicht weiter korrumpiert zu werden bzw. für wenige US-Dollars angebliche unzufriedene Demonstranten zu erfinden und auf die Straßen zu bringen.
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!