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02.07.2004

Im sog. Wortkonzert

Sag mir, wo die Subventionen sind: Das »berliner poesiefestival« dichtet durch die Stadt

Von Florian Neuner
Ist von Lyrik die Rede, wird gern geklagt. Immer weniger Gedichtbände, immer weniger Leser, überhaupt zu wenig Resonanz. Manche gehen sogar so weit, im lyrischen Ausdruck eine der wissenschaftlichen Rationalität überlegene Erkenntnisweise zu sehen. Der Dichter bewegt sich heute zwischen Katzenjammer und Hybris. Wenn man von den Rezipienten allerdings nicht erwartet, daß diese die Gedichte auch tatsächlich lesen, ist alles viel einfacher. Es mögen immer weniger Ly...

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