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Italien setzt Rettungsschiff fest

Rom. Italienische Behörden haben ein Rettungsschiff von Sea-Watch für 20 Tage festgesetzt. Das Schiff hatte am Freitag im Mittelmeer 72 Menschen in Seenot gerettet. Wie Sea-Watch erklärte, sei die »Aurora« von den Behörden angewiesen worden, die Passagiere in den sizilianischen Hafen von Trapani zu bringen oder nach Tunesien zu fahren. Die Besatzung habe betont, dass der Hafen aufgrund zur Neige gehender Trinkwasservorräte und Treibstoffs »faktisch unmöglich zu erreichen« sei, und steuerte die »etwa viermal näher am Einsatzgebiet« liegende Insel Lampedusa an. Das Schiff werde nun auf Basis eines Dekrets der italienischen Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni 20 Tage festgehalten. Demzufolge müssen aus Seenot Gerettete in ihnen zugewiesenen Häfen an Land gehen. Gegen Sea-Watch sei zudem eine »Geldstrafe zwischen 2.500 und 10.000 Euro« verhängt worden. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2023, Seite 6, Ausland

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